Foto: Baha'í-Gemeinde in Deutschland K.d.ö.R.

Mit Kreativität in Harmonie: „Ich wünschte, jeder Tag wäre so wie heute.“

Sieben weitere Konferenzen vereinten am vergangenen Wochenende Menschen unterschiedlichster Hintergründe in ganz Deutschland. Gemeinsam tauschten sie sich in friedlicher und harmonischer Atmosphäre über die Bedürfnisse ihrer Nachbarschaften und Städte aus und nutzten kreative Elemente, um die Erkenntnisse ihrer Gespräche zu verinnerlichen.

Über 30 der weltweit 10.000 Konferenzen finden derzeit in Deutschland statt. Dabei kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen, die den Wunsch verspüren, zu einer besseren Welt und einer geeinten Gesellschaft beizutragen. Kreativität in Form von Kunst, Theater, Musik, Tanz und ähnlichem bereichert das Programm auf vielfältige Weise, ob vorbereitet oder spontan entstehend. Nachfolgend finden sich kurze Berichte und Bilder der Konferenz des vergangenen Wochenendes. Die Anmeldung für die noch bevorstehenden Konferenzen läuft weiter. 

Egelsbach, Hessen. In freundschaftlicher, gemütlicher Atmosphäre kamen über 30 Teilnehmer aus dem Landkreis Offenbach im Egelsbacher Bürgerhaus zusammen. Zum Auftakt sprach der Egelsbacher Bürgermeister über die Bedeutung dieser Konferenz für die Bedürfnisse im Ort: „Das Motto dieser Konferenz ‚Die Erde ist nur ein Land‘ und die Inhalte des Programms sind genau das, was die Menschen hier vor Ort brauchen.“ Er brachte auch Müllsäcke und Greifzange für das Dienstprojekt des nächsten Tages mit, bei welchem die Teilnehmer direkt ins Handeln kamen und zur Sauberkeit ihrer Umgebung beitrugen.

Die Konferenz war geprägt von vielfältigen, kreativen Ansätzen, sich den Inhalten des Programms zu nähern. Aber auch spontane Elemente fanden Platz, ein sechsjähriger Teilnehmer brachte den Teilnehmer kurzerhand Beatbox-Grundlagen bei. Besonders berührt war eine Teilnehmerin von der harmonischen Atmosphäre der Gruppe: „Vertrauensvolle Gespräche sind die Basis für lebendige Gemeinden. Die Menschen lieben heißt, Zeit für sie haben und wir müssen uns Zeit füreinander nehmen.“ 

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Halle (Saale), Sachsen-Anhalt. „Die Einheit der Menschheit ist das wichtigste Prinzip. Wir müssen unsere Differenzen überwinden. Ein ägyptisches Sprichwort sagt: Eine Hand alleine kann nicht klatschen. Vor allem müssen wir unsere Kinder zu Aufgeschlossenheit und zu Hilfsbereitschaft erziehen.“ Mit diesen Worten drückte der lokale Imam in Halle-Neustadt den Wunsch aller Teilnehmer aus. Etwa 130 Kinder, Jugendliche und Erwachsene kamen drei Tage lang zusammen, um mit Tanz, Schauspiel, Musik und Kunst sich der Frage zu widmen, wie sie gesellschaftliche Herausforderungen überwinden und gemeinsam an einer besseren Welt und einer schöneren Nachbarschaft arbeiten können.

So verloren einige Teilnehmer auch nach der Konferenz keine Zeit und setzten sich direkt zusammen, um zu reflektieren und zusammenzutragen, was nun geplant ist: Ein Familienfest in zwei Wochen, der Beginn mehrerer Studienkreise, verschiedenste Straßen- und Nachbarschaftsfeste, um neue Freundschaften zu schließen. Die kulturelle, Alters- und Sprachenvielfalt der Konferenz und die besondere Einbeziehung von Kindern und Juniorjugendlichen in der Gestaltung haben zu einer Vielfalt von Ideen und Vorhaben beigetragen, die die weiteren Bemühungen prägen werden.

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Nürnberg, Bayern. Rund 100 Teilnehmer haben zu einer von Tanz, Musik und Theater geprägten Konferenz, die manche Teilnehmer „wie eine Pilgerreise“ beschrieben. Endlich wieder in Person zusammenzukommen war besonders für eine Teilnehmerin berührend, die sich in den letzten zwei Jahren als Bahá’í erklärt hatte und zum ersten Mal an einer größeren Veranstaltung teilnahm. Mit bewegenden Worten schilderte sie im Programm ihre persönliche Wandlung durch das Trainingsinstitut und die heiligen Schriften.

Das Programm wurde vor allem durch einige kurze Sketche zu verschiedenen Themen, wie der Sinn des Lebens oder der Wert gegenseitiger Unterstützung, bereichert. Jugendliche, die vor ein paar Jahren noch als Kinder an Veranstaltungen teilgenommen hatten, beeindruckten durch ihr klares Verständnis dafür, was es heißt, Schulter an Schulter zu dienen. Sie drückten unter anderem durch ein Gedicht aus, dass die Konferenz ihnen geholfen haben sich befähigt zu fühlen, zum Aufbau einer besseren Welt beizutragen.

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Darmstadt, Hessen. Begeistert und berührt vom hoffnungsvollen Geist und mit neuer Energie betankt verließen die insgesamt 100 Teilnehmer aus Darmstadt und Umgebung nach zwei Tagen die Kreativ-Konferenz Wie gestalten wir die Zukunft. Getragen von vielen Mitwirkenden, die sich teilweise auch spontan erhoben, zogen sich die Künste wie ein roter Faden durch das Wochenende. Den Anfang machte ein Theaterstück, welches Absicht, Ziel, Sinn und Zweck dieser Welle weltweiter Konferenzen thematisierte. In einem Workshop schmückten die Teilnehmer einen Baum mit Früchten, die Früchte repräsentierte die Elemente der Vision Bahá’u’lláhs für die Welt. 

Die überraschend hohe Zahl jugendlicher Teilnehmer führte zur kurzfristigen Gestaltung eines eigenen Jugend-Workshops. Hier konnten sie sich unter Gleichaltrigen über die Gestaltung lebendiger Gemeinden und ihre Wünsche für eine geeinte Gesellschaft austauschen. Dies führte direkt zur Planung weiterer Treffen in Verbindung mit Dienstprojekten. Abgerundet wurde die Konferenz durch eine interreligiöse Andacht, welche von einer Gruppe während der Konferenz vorbereitet wurde.

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Bielefeld, Nordrhein-Westfalen. Mit rund 80 Teilnehmern hatten die Organisatoren gerechnet, am Ende waren es 130 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die über drei Tage hinweg an der Bielefelder Konferenz teilnahmen. Besonders Familien kamen am Sonntag zum Abschlussfest am See, bei welchem die Kinder verschiedenste Stationen durchlaufen konnte und nach erfolgreichem Abschluss mit einem Edelstein aus einem großen Bergwerk belohnt wurden.

Die künstlerische Vielfalt war das Highlight des Wochenendes. Sie trug nicht nur zur Leichtigkeit des Programms bei, sondern förderte das Entstehen neuer Freundschaften und wirkte auf die Teilnehmer beflügelnd. Viele, die geplant hatten nur einen Tag teilzunehmen, kamen doch am zweiten Tag wieder. Es wurde viel gelacht und getanzt; die Juniorjugendlichen und Jugendliche übten in den Pausen gemeinsam Lieder, um sie später mit der gesamten Gruppe zu teilen. Ein spontan angebotener Schnupperkurs für den Studienkreis Nachdenken über das geistige Leben wurde begeistert aufgenommen, ein Kurs mit mindestens 10 Teilnehmern und ein neues regelmäßiges Andachtstreffen sind fest in Planung.

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Mannheim, Baden-Württemberg. Stimmengewirr, Lachen, Freude und Liebe erfüllten das Kulturhaus Käfertal, als am Wochenende rund 260 Menschen aus der gesamten Rhein-Neckar-Region und dem nördlichen Schwarzwald zusammenkamen. Drei Tage lang wurde intensiv beraten und studiert, aber auch Kunst, Musik und Kreativität zogen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Konferenz. Bänder mit Fotos und Zeitungsartikeln aus der Vergangenheit zierten die Wände und ein riesengroßer Baum, auf den jeder Teilnehmer seine Hand als Blatt kleben konnte, wurde gemeinsam gestaltet. Filme, Geschichten, Sketche und kurze Theaterstücke ermöglichten eine sehr vielseitige Auseinandersetzung mit der Vision Bahá’u’lláhs, der zurückgelegten Wegstrecke, dem Aufbau lebenssprühenden Gemeinden, Bildungsbemühungen und dem Trainingsinstitut, sowie sozialem Wandel. Kooperationsspiele verhalfen den Teilnehmern zu manchem Aha-Erlebnis und mit Bauklötzen und Knete wurden Nachbarschaften der Zukunft gebaut. Beim Müllsammel-Dienstprojekt rund um den Veranstaltungssaal und bei der Ausrichtung einer Friedensandacht für die Teilnehmer und die Menschen aus der Nachbarschaft schritten die Teilnehmer auch direkt zur Tat.

Besonders eindrucksvoll waren die Begeisterung und Herzlichkeit, mit der einige Teilnehmer von ihren Erfahrungen in gemeindebildenden Aktivitäten berichteten. So beschrieb beispielsweise ein Elternpaar, dass die Kinderklassen und Juniorjugendgruppen maßgeblich zur positiven Entwicklung ihrer Kinder beigetragen und in ihnen die Kraft und den Mut gestärkt haben, sich für andere einzusetzen und gegen Ungerechtigkeit aufzustehen.

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Offenbach, Hessen. Im Herzen des Mathildenviertels kamen am vergangenen Wochenende insgesamt über 150 Offenbacher Kinder, Junioren, Jugendliche und Erwachsene zusammen, um gemeinsam in der Kreativ-Konferenz Festival der OFFENen Herzen über die Vision zur Besserung der Welt nachzudenken. Im Rahmen der Konferenz gab es ein interaktives Kinderfest, Kinder und Eltern gleichermaßen konnten in freudiger, dienstbarer Atmosphäre durch Lieder, Theater, Geschichten, Experimente und Basteln die Wirkung guter Taten erforschen. In den anschließenden Gesprächen zum Thema Andacht & Dienst wurden Ideen gesammelt, wie in den verschiedenen Nachbarschaften Offenbachs Andachtsversammlungen stattfinden können, die offen für alle Religionen sind.

Höhepunkt des bunten Abends am Samstag war eine Tanzchoreografie zur Gleichwertigkeit von Mann und Frau. Die Juniorjugendlichen verschönerten im Verlauf der Konferenz durch eine Pflanzaktion den Mathildenplatz, ein zentraler Treffpunkt innerhalb der Nachbarschaft. Die Kinder zeigten ihre Dienstbereitschaft, in dem sie die Bewirtung der Teilnehmer mit Tee, Kaffee und Keksen unterstützen, was allen viel Freude bereitete. Ein Kind sagte im Laufe der Konferenz: „Ich wünschte, jeder Tag wäre so wie heute.“

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