Ein Gingkobäumchen für den Weltfrieden

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LANGENHAIN, Hessen, im September 2024. Es war bereits das vierte Mal seit 2021, dass die Interessengruppe „Umwelt und Natur” der Gesellschaft für Bahá’í-Studien den Religiösen Naturschutztag am Europäischen Bahá’í-Haus der Andacht beging, in Zusammenarbeit mit der Stadt Hofheim. Dieses Mal mit einem ganz besonderen Projekt: Der Pflanzung eines Gingkobäumchens.

Nach einer interreligiösen Andacht im Haus der Andacht besuchten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Religiösen Naturschutztages das neu gepflanzte Bäumchen, das auf der Wiese zwischen Tempel und Besucherzentrum steht. Danach zogen sie weiter zu einem Austausch zu „Natur, Schöpfung und Umwelt” im Besucherzentrum.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen der interreligiösen Andacht im Rahmen des Religiösen Naturschutztages am Haus der Andacht

Der Samen des Bäumchens stammt von einem Gingkobaum aus Hiroshima, Japan, der nach dem Abwurf der Atombombe im Jahr 1945 völlig zerstört wirkte. Trotzdem bildete er wieder neue Triebe und Knospen. Diese „…gaben damit den Bürgerinnen und Bürgern wieder Hoffnung und neuen Lebensmut“ und riefen „… zum Einsatz für einen dauerhaften Weltfrieden auf“, wie es auf der Begleittafel mit einem Text aus Hiroshima heißt. Diese steht neben dem zwei Jahre alten Bäumchen und zeigt auch den Mutterbaum im gegenwärtigen Zustand.

„Die Pflanzung des Bäumchens war dem Thema der Bewahrung der Schöpfung und vor allem vor den Gefahren eines Atomkriegs gewidmet”, erklärt Ingo aus Potsdam, der sich in der Interessengruppe Umwelt und Natur engagiert. Noushin aus Frankfurt, die den Tag koordinierte, ergänzt: „Es war eine wunderschöne Andacht mit Repräsentanten verschiedener Religionen. Es bot sich anschließend den Teilnehmern eine gute Gelegenheit, Andacht mit Dienst in Verbindung zu sehen und auf die Nöte unserer Zeit einzugehen. Da gehören Umweltschutz, Biodiversität und Frieden auf dieser Welt dazu.”

Das frisch gepflanzte Gingkobäumchen auf dem Gelände des Hauses der Andacht

In wenigen Wochen, am 8. Juli 2025, wird indessen ein Gingkobäumchen gleicher Herkunft in Potsdam gepflanzt werden. Dies wird im Rahmen des Interreligiösen Forums Potsdam gemeinsam mit der Stadt Potsdam geschehen. Ingo sowie weitere Mitglieder der Potsdamer Bahá’í-Gemeinde werden vor Ort sein.

Weitere Informationen zu den Interessengruppen der Gesellschaft für Bahá’í-Studien erhalten Sie hier: gbs@bahai.de.