In der Welt lassen sich zunehmend Zerstörung und Entzweiung beobachten. Obwohl Finsternis um sich greift, sind zugleich zahlreiche Menschen und Organisationen zu identifizieren, die sich nicht lähmen lassen, sondern Lichter der Verbundenheit entzünden. Im Mai und Juni 2025 wurden an drei Orten in Deutschland ganz besondere Räume dafür geschaffen: An die 300 Teilnehmende im Alter von 14 bis 35 Jahren haben sich auf regionalen Jugendkonferenzen versammelt und einen greifbaren Impuls strahlender Zuversicht generiert. Bahá’í vor Ort hat nachgefragt, was die jungen Menschen bewegt hat.


HALLE, Sachsen-Anhalt. Das Nachbarschaftszentrum Hafen in Halle durfte 40 Jugendliche willkommen heißen, die sich freudig in die Projekte vor Ort einbrachten. Gemeinsam lernten sie über die Bedeutung der Kindererziehung, führten Gespräche mit Anwohnern, kochten das Abendessen und begannen mit dem Studienkreis Nachdenken über das geistige Leben. Am Abend öffneten Freunde aus Halle ihre Wohnzimmer für Gespräche über Themen wie „mentales Wohlbefinden” oder „Chancen und Risiken von Social Media”.
MÜNSTER, Nordrhein-Westfalen. „Wie können wir bewusst eine blühende Zukunft gestalten und uns dabei nicht von Hoffnungslosigkeit lähmen lassen?” Diese Frage stellten sich 100 junge Menschen auf der Jugendkonferenz in Münster. In Workshops zu positivem Denken, Gewohnheiten oder Social Media setzten sie sich damit auseinander, wie sie in verschiedenen Lebensbereichen einen konstruktiven Beitrag leisten können. Inspirationen dazu gab es auch auf einer „Dienst-Messe”, auf der Projekte und Aktivitäten mit gesellschaftlicher Wirkkraft vorgestellt und Erfahrungsberichte geteilt wurden. Bei einem Besuch im Seniorenheim, einer Müll-Sammel-Aktion am Aasee und einem Batterien-Recycling-Projekt konnte der Wunsch nach „bewusster Gestaltung“ eine praktische Anwendung finden.


MANNHEIM, Baden-Württemberg. In Mannheim trafen sich 150 Freunde aus verschiedenen Lebensrealitäten. Manche waren gerade 14 Jahre alt geworden, andere befanden sich in der Ausbildung und wieder andere standen bereits im Berufsleben. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, befassten sie sich in drei altersgerechten Gruppen mit der Frage, wie sich die Jugend emporschwingen und den Wandel der Gesellschaft vorantragen kann. In gemischten Sport- und Kunstworkshops wurde dann die Vielfalt sichtbar. Am Ende nahmen alle Flammen der Hoffnung und eine Menge Tatendrang mit in ihre Wohnorte.
Fotos: Hakim Rezvani Lee, Adib Davlatov




